Süßgräser

Selten im alleinigen Anbau, dafür umso häufiger in Gemengen, finden Gattungen aus der Familie der Süßgräser Verwendung im Zwischenfruchtanbau. Dazu gehören unter anderen Rauhafer (Avena strigosa), Saathafer (Avena sativa), Weidelgräser (Lolium sp.), Roggen (Secale cerale) & Sudangras (Sorghum sudanense). Oftmals wird der Aufwuchs dieser Pflanzen durch Beweidung oder Silierung als Viehfutter genutzt.

 

Ihr dichtes Wurzelwerk trägt zur Stabilisierung des Bodengefüges bei und verhindert die Verlagerung von Nährstoffen.


Der Sand- bzw. Rauhafer (Avena strigosa, unten links) wird in Deutschland vorwiegend als Zwischenfrucht angebaut. Die Pflanze ist relativ robust, weshalb sie früher auch in Gegenden zur Körnernutzung angebaut wurde, in denen Saathafer (Avena sativa) nicht mehr zufriedenstellend wächst.

Unser "heimischer" Roggen (Secale cerale, oben rechts) ist eine meist winterharte Pflanze (Winterroggen), die selbst mit schwierigen Bedingungen (Trockenheit, kühle & feuchte Standorte) vorliebnimmt. Die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. So wird er z.B. zur Körnernutzung, als Viehfutter, nachwachsender Rohstoff oder überwinternde Zwischenfrucht angebaut.