Hülsenfrüchtler

Zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae)  gehören einige gängige Gründüngungspflanzen. Allen gemein ist die symbiotische Lebensweise mit Knöllchenbakterien (Rhizobien), welche die Fähigkeit besitzen, atmosphärischen Stickstoff zu binden und der Pflanze für ihre Ernährung zur Verfügung zu stellen.


Viele Kleearten (Trifolium sp.)  werden zur Futtererzeugung oder Gründüngung angebaut. Sie liefern wertvolles Viehfutter und versorgen den Boden gleichzeitig mit Stickstoff.

Trifolium resupinatum - Persischer Klee

Im Futterbau wird Klee oftmals mit Gräsern kombiniert und entweder ein-, zwei- oder mehrjährig genutzt. In Zwischenfruchtgemengen kann z.B. Alexandrinerklee gut mit breitblättrigen Pflanzen wie Weißem Senf oder Ölrettich vergesellschaftet werden.


Die Winterwicke (Vicia villosa) ist eine anspruchslose und winterfeste Pflanze. Sie wird meistens im Gemenge mit anderen Pflanzen zur Futtergewinnung, Biogaserzeugung oder Gründüngung angebaut. Ihre sommerannuelle Verwandte  (Vicia sativa) friert im Winter ab und wird in der Regel als Gründüngungs- oder Futterpflanze genutzt. 


Erbsen (Pisum sativum)  begleiten unsere Zivilisation schon seit Jahrtausenden und werden als Gemüse, Viehfutter oder Zwischenfrucht genutzt. Innerhalb der Art existieren viele Varietäten und Convarietäten, wie zum Beispiel Ackererbse, Markerbse oder Zuckererbse.


Die häufig verwendete Bezeichnung "blaue Lupine" ist nicht immer ganz zutreffend. Die Blütenfarbe der Schmalblättrigen Lupine (Lupinus angustifolius) kann von weißviolett über violett bis blau variieren. Mit ihrer kräftigen Pfahlwurzel ist sie in der Lage, selbst dichtgelagerte Böden aufzubrechen. Diese Eigenschaft in Kombination mit der Fähigkeit große Mengen Luftstickstoff zu binden, macht Lupinus angustifolius zu einer vorzüglichen Zwischenfrucht.

Lupinus angustifolius - Schmalblättrige Lupine